
Der Bau unseres Doms begann schon im Jahre 1000.
Graf Eido von Rochlitz ließ an der höchsten Stelle der Stadt eine Pfarrkirche bauen, ein Vorläufer des heutigen Doms.
Der christliche Glaube kam in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts im Zuge der Kriegszüge des Ostfrankenreichs gegen die hier siedelnden slawischen Milzener in die Region
Zwischen 1213 und 1220 wurde veranlasst durch den Meissner Bischof Bruno dieser Bau erheblich vergrößert. Bruno gründete zu dieser Zeit das Kollegiatstift St.Petri und trieb von hier aus die Christianisierung der Oberlausitz voran.
Ab 1524 – also 7 Jahre nachdem Luther seine Thesen veröffentlicht hatte – nahm Bautzen eine theologische Sonderrolle ein. Während die Stadt evangelisch-lutherisch wurde, blieb das Domstiftskapitel und die Herren katholisch.
Beide Konfessionen nutzen den Dom für ihre Gottesdienste. Daher ist der Petri-Dom die älteste Simultankirche Deutschlands.
Der letzte katholische Bischof des Bistums Meißen, Johann IX. von Haugwitz, legte 1581 sein Amt nieder. Bis 1921 war Bautzen damit nicht Bischofssitz und das Bistum Meißen ging unter.
Erst 1921 wurde durch Papst Benedikt XV. das Bistum Meißen wieder errichtet und Bautzen damit Bischofssitz.
1980 verlegte man den Sitz nach Dresden, daher sprechen wir heute vom Bistum Dresden-Meißen.

Noch eine kleine Anekdote: etwa im Jahr 1950 hat ein Mathematiklehrer seinen Schülerinnen und Schülern am praktischen Beispiel den Strahlensatz erläutern wollen.
Ein Kind wurde in einigem Abstand zum Dom aufgestellt und über die Körperhöhe des Kindes und den Abstand zum Dom, sollte von den Kindern die Turmhöhe berechnet werden. Etwa 85 Meter war das Ergebnis.
Die Kirchenunterlagen wiesen allerdings 120 Meter aus.
Man sieht, schon bei der Errichtung des Turms Ende des 15. Jahrhunderts wurde manchmal ein wenig betrogen.




