Vor langer Zeit, als die Bürger der Stadt Bautzen noch jedes Wasser, das sie zum Kochen, oder zum Waschen brauchten, aus der Spree holen mussten -oder eine gut gefüllte Regentonne hatten- , beriet der Rat, wie denn das Wasser in die Stadt kommen könnte.

Und es müsste doch mit einer großen Kunst einhergehen, das Wasser von unten, von der Spree, in die Stadt zu befördern.
Ein kluger Mönch aus Breslau wurde gefunden, der diese Kunst beherrschte.
Er schuf ein Hebewerk und einen großen Turm mit einem großen Behälter hoch über den Dächern der Stadt
Die Bürger und vor allem der Rat der Stadt, der schon viel Geld gezahlt hatte, schauten alles argwöhnisch an. Was das wohl werden wird?
Nun förderte das Hebewerk das Wasser in den obersten Zipfel des Turms und von dort sollte das Wasser durch seine eigene Kraft über Röhren aus Holz in die Stadt fließen.
Nur, an dem Tage, an dem die Stadtgesellschaft neugierig auf das Wunder dieser Wasserkunst wartete, geschah nichts. Rein gar nichts.
Der kluge Mönch erschrak, er fürchtete um seinen Kopf und nahm Reißaus….


